USA Teil 2

Der zweite Teil des US-Abenteuers startete mit den drei Wochen, welche Lukas Stöckli guidete. Wir freuten uns wieder einmal schweizerdeutsch zu sprechen. Dabei starteten wir dieses Abendteuer in Durango und schon bald fanden wir uns auf über 3000 M.ü.M. wieder. Akklimatisiert waren wir bereits bestens dank dem Breck Epic. Schon bald konnte ich mit dieser genialen Truppe meinen 30sten Geburtstag in Purgatory feiern  –  und dies auf der ersten offiziellen Weltmeisterschaftsstrecke. Auf dieser Strecke wurde Ned Overend erster offizieller Weltmeister und zu unserer Überraschung begleitete er uns einen Teil unserer Strecke.

ned Overend, erster Cross Country Weltmeister 1990

Als Abschluss der Rocky Mountains fuhren wir vier Tage auf dem Colorado-Trail. Wir fuhren nur einen kleinen Teil in diesen vier Tagen. Die Eindrücke der Landschaft weit weg von jeglicher Zivilisation war ein wunderschönes Erlebnis. In Crested Butte bikten wir an einem Ort, der als einer der Geburtsorte des Mountainbikes gilt und auch hier gibt es Unmengen perfekt angelegte Biketrails.

Rocky Mountain

Die Tour ging weiter in die Wüste. Die erste Station war Friuta. Nach einer dreieinhalbstündigen Busfahrt war ich bereits wieder so voller Vorfreude aufs Bike, dass ich – vielleicht aus Übermut – auf dem Pumptrack vor dem Busparkplatz auf dem Bauch landete und dabei mein Knie empfindlich aufschürfte. Das Knie scheint diese Saison meine Problemzone zu sein.

Die schöne Wüste

Das Fahren in der Wüste mit all dem Sand und den hohen Temperaturen ist doch etwas anders als in den Bergen, aber auch dies machte unglaublich Spass. Nach drei Tagen machten wir uns nochmal auf ein Bikeabenteuer nach Moab auf. Die Nächte im Zelt waren atemberaubend auf diesen spektakulären Zeltplätzen. Ja und Moab ist so zu sagen das Mekka der Biker. Drei Tage auf den runden Slickrock-Felsen vergingen viel zu schnell und schon war auch die Tour mit Lukas vorbei.

Aussicht vom Zeltplatz

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön fürs Organisieren und allen Teilnehmern für das coole Teamambiente.

Superman

 

Zurück nach Denver schnappten Manu und ich einen Camper und ab gings Richtung Südwesten. Der erste Stopp war wieder Moab, wo wir den Arches Nationalpark sehen wollten. Dieser ist bekannt für seine Felsbögen und hat uns speziell mit den eindrücklichen Felsformen beeindruckt. Weiter gings durchs Monument-Valley zum Lake Powell. Die Hitze jedoch trübte unsere Unternehmenslust. Nebst einer Bootsfahrt auf dem berühmten Lake Powell, entschieden wir uns an einem Morgen für eine Jogging Runde im Ort. Es waren nur knapp 10 km, aber es reichte für einen Muskelkater. Dann zogen wir weiter zum North Rim des Grand Canyon. Schon im Voraus planten wir zum Coloradoriver hin und zurück zu wandern. Wir realisierten aber erst bei der Anfahrt, dass dies über 40km geben würde. Die Ranger empfahlen uns richtiger Weise dies nicht an einem Tag zu versuchen. Da wir aber keine Unterkunft reserviert hatten –  wir hatten ja den Camper – entschieden wir einfach mal los zu laufen und wenn wir genug haben wieder um zu kehren. Aber wenn man dann doch ganz hinunter geht muss man wieder hoch……das hiess: 2000hm und über 50km zu Fuss! Das Resultat:  Blasen und Muskelkater…. mehr berichten wir nicht dazu, sonst wird uns noch mangelnde Planung vorgeworfen.

Übermut vor Gran Canyon Wanderung

 Am Tag darauf genossen wir das Sitzen im  Camper unglaublich und es ging Richtung Bryce Canyon. Auch hier hätten wir gerne eine schöne Wanderung gemacht, entschieden uns dann mit dem Bus die Sehenswürdigkeiten anzusehen…. für viel mehr waren unsere Beine und Füsse noch nicht fähig.

Sonnenaufgang im Bryce

Am darauf folgenden Tag wagten wir uns trotz klirrender Kälte wieder Mal aufs Bike und fuhren um den Thunder Mountain in einer Märchenlandschaft. Mit dem Zion Nationalpark besuchten wir für uns den letzten Nationalpark und den am besten besuchten. Die ausgesetzte Wanderung auf die Angels Landing ging bereits wieder erstaunlich gut, die Wanderung durch das Wasser im Canyon trauten wir unseren offenen Füssen einfach noch nicht zu, auch wenn wir es gerne versucht hätten.

Thunder Mountain

In den letzten beiden Tage erlebten wir mit Las Vegas noch einmal einen riesigen Kontrast. Die vielen Leute, Lichter, Shops und Casinos mitten in der Wüste waren ein weiteres Highlight. Auf dem Flug nach Hause haben wir über die vielen Menschen und ihre unterschiedliche Lebensart dieser Stadt sinniert. – Zwei Tage danach passierte im Block nebenan, wo wir abgestiegen waren, eine so tragische Geschichte! Es hat uns zutiefst betroffen gemacht! Wir denken an die Betroffenen und wünschen ihnen viel Kraft auf dem Weg der Verarbeitung – und wir sind dankbar gesund und zufrieden zuhause zu sein.

Mathias und Manuela

Las Vegas

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