Schweizermeisterschaft in Grindelwald

Die Eiger Bike Challenge ist eines meiner Lieblingsrennen. Dies wird wohl daran liegen, dass auf dem 88 km 3900 hm bewältigt werden. Weiter ist Grindelwald mit seiner Kulisse jedes Mal wider ein Spektakel, speziell wenn das Wetter wie dieses Jahr sich von seiner strahlenden Seite zeigt. Ich habe mir für dieses Rennen viel vorgenommen, Top 10 war das Ziel.

Gigantische Kulisse mit der Eiger Nordwand im Hintergrund

Gigantische Kulisse mit der Eiger Nordwand im Hintergrund

Zu meinem Erstaunen ging das Rennen im ersten Aufstieg zur grossen Scheidegg erstaunlich ruhig los. Nach 1000 hm waren an der Spitze immer noch 10 Leute dabei und ich gehörte auch dazu. Christof Sauser, Urs Huber und Lukas Buchli drückten dann Richtung First massiv aufs Tempo und die Gruppe zog sich in die Länge. In der Abfahrt hatte ich etwas mühe mit den feuchten Verhältnissen, wollte aber auch nicht zu viel riskieren. Von da an begann ein spannender Kampf zwischen mir und Erich Kleinhans. Im Aufstieg auf den Frist war ich etwas stärker, in der schnellen Abfahrt liess er mich aber alt aussehen. Im steilen Aufstieg zum Bort konnte ich Ihn dann leider nicht mehr ganz einholen. So fuhr ich auf Platz 11 liegend in Richtung Grindelwald Grund, wo es da auf den letzten Aufstieg zu ging. Dieser Teil hat so gemeine kurze Gegenanstiege, welche bei mir leichte Krampfanzeichen hervorruften. Den Aufstieg zur kleinen Scheidegg begann ich deswegen mit viel trinken und ich fand mein eigenes Tempo relativ schnell. Ich spürte die zurückgelegte Strecke, doch es hatte andere die noch mehr Leiden mussten. Oliver Zurbrügg konnte ich im oberen Teil des Aufstiegs ein- und sofort überholen. So lag ich wieder auf dem angestrebten Rang 10. Es ging aber nicht lange bis sich von hinten eine schnelle Gruppe zeigte. Der erste Athlet überholte mich in der letzten Laufpassage, der zweite kurz vor der Abfahrt. Wieder unten waren wir zu viert und kämpften die letzten 100 hm zum Ziel um Rang 12. Meine Beine schmerzten so sehr, dass ich Tränen in den Augen hatte, so was habe ich noch nie erlebt. Schlussendlich Rang 15 bei einer gut besetzten Marathonschweizermeisterschaft. Im ersten Moment war ich etwas enttäuscht wegen des verpassten 10 Rangs, dies legte sich mit der Zeit. Nun weiss ich, dass ich in einer Top Form bin und so geht es nächstes Wochenende ins Wallis ans Grandraid. Auf Teilen der Patrouille des Glaciers fahren wir von Verbier nach Grimenz.

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