Mythos Patrouille des Glaciers

Am letzten Montag war es wieder mal soweit: wir starten zum Erlebnis Patrouille des Glaciers! Der Jet Stream mischt wettermässig schon zünftig mit, sodass der Start in Frage gestellt war. Trotzdem reisten wir bereits am Montag morgen Richtung Zermatt an. Nach dem Mittagessen in Brig kam dann prompt die Nachricht, dass der Start vom Dienstagabend auf den Mittwoch verschoben wurde. Der kräftige Schneefall und das schlechte Wetter liessen den Start nicht zu.

Inmitten des Startblocks

Inmitten des Startblocks

Es folgt ungeduldiges Abwarten. Doch dann gab uns der Wettergott das ok – Start am Mittwoch um 21.45 Uhr in Zermatt. Der erste Abschnitt bis Stafel bringen wir in Turnschuhen hinter uns; das heisst Ski und Skischuhe auf den Rucksack schnallen. Kurz danach sind wir auf den Skiern, im Gstältli und angeseilt – es geht zügig weiter Richtung Tête Blanche. Ja wir spürten dass es uns bestens lief, der Berg zog uns förmlich an was uns weiter motivierte. Kurz vor dem Gipfel tauchten wir aus der Nebelbank und die Stimmung mit den Sternen, den Gipfelspitzen der 4000er und der Lichterketten der Läufer war gigantisch.

In der Abfahrt realisierten wir plötzlich, dass wir unseren Betreuer Bernhard in Arolla zu spät auf den den Posten bestellt hatten!! – Mit einem kurzen Telefonanruf holten wir ihn aus dem Schlaf – nun war auch er am spurten.

In Arolla war Halbzeit und Eddy hatte mit ersten Müdigkeitserscheinungen zu kämpfen. Wir haben uns gut verpflegt , danke Jan und Bernhard für die Hilfe, und starteten in den nächsten Aufstieg. – Dann gabs ums kleine Geschäft beinahe eine grosse Aufregung – das Pinkeln haben wir nicht optimal kommuniziert und uns dabei fast verloren.

In der Portage zum Col de Riedmatten muss man die Skier tragen, danach fuhren wir zum Grand Dixence hinunter und liefen dem See nach vorne bis La Barma. Eigentlich hatte ich das Bedürfniss etwas zu essen, mein Magen war flau, doch mir wiederstanden die süssen Dinger die ich dabei hatte. Am Verpflegungsposten trank ich dann einfach eine Boullion und ass ein Stück Orange. Doch das gefiel dem Magen noch weniger und kurz darauf kam Bouillion und Orange wieder raus. Nun war mein Magen ganz leer aber es ging mir besser.

Coulouir bei der Rosablanche

Coulouir bei der Rosablanche

Jetzt ging es zügig weiter Richtung Rosablanche. Dieses Prunkstück muss man sich mit einer langen Portage durch ein steiles Couloir erkämpfen. Oben auf der Kante standen die Zuschauer und feuerten an. Dies muntert auf und bald standen wir oben. Zuoberst waren Erna und Hansueli, unsere Betreuer gerade angekommen. Ja, auch sie waren ohne Frühstück und im Renntempo von der Pafleuryhütte anmarschiert, als sie am morgen das App studierten und bemerkten, dass wir uns vor dem Start um über eine Stunde unterschätzt hatten.

Von da an war nur noch ein kleiner Anstieg und die lange Abfahrt auf der Piste nach Verbier ins Ziel zu bewältigen. Dort hiessen uns dann Bettina und Bernhard herzlich in Empfang. Überglücklich über unsere Zeit von 11 h und 35 min für 53 km und 4000 hm. Ich persönlich hätte nicht gedacht, dass wir es unter 12 h schaffen, nun ist es geschafft, ein grossartiges Gefühl!

 

Geschafft!!! Christian bist du auch etwas müde?

Geschafft!!! Christian bist du auch etwas müde?

Wir danken Herzlich im Namen des Teams (Eddy Vieli, Christian Furger und mir Mathias Alig) bei unseren Betreuern Bernhard Furger, Erna Furger, Hansueli Alig, Werner Kradolfer, Bettina Brunold und allen die uns verfolgt und unterstützt haben, ohne euch wäre dies nie möglich gewesen.

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