Mein grosses Saisonziel

Letztes Wochenende war es nun so weit, das von mir als wichtigstes Ziel bezeichnete Rennen stand an. Meine Vorfreude war riesig und ich wusste, wenn alles rund läuft, kann ich aufs Podest fahren.

Am Vortag drehte ich drei Runden auf der Strecke und wusste, dass ich darauf schnell sein kann. Speziell im ersten Teil der Strecke konnte man in den Aufstiegen gut überholen und es hatte kaum Flachstücke.

Auch an den Start von 09:30Uhr war ich mich gewohnt. Ich fühlte mich bestens erholt und einem erfolgreichen Rennen stand nichts mehr im Weg. Der Start gelang mir genial und ich konnte ganz vorne in die erste steile Betonrampe hineinfahren. Dass ich dann in den ersten 5-10 Minuten nicht ganz mithalten kann, wusste ich und so ging ich nach der Startrunde von hinten im Feld die erste Runde an. Ich konnte schnell wieder Plätze gut machen und war bald um Rang 5. Auf den Trails holten wir schnell die 1 Minute vor uns gestarteten Junioren ein. Diese zogen das Feld auseinander und machten das Überholen schwierig. Nach der ersten ganzen Runde war ich dann mit einem anderen Fahrer um dem erwünschten 3. Rang am kämpfen. Nach vorne war der Zug bereits abgefahren.

Tja und dann lief es bei mir nicht mehr richtig. Der andere Athlet erhöhte das Tempo leicht und ich konnte nicht mehr mithalten. Ich fühlte mich langsam und schon bald schloss der nächste Fahrer von hinten auf. Es dauerte zwar noch ein bisschen, aber schlussendlich musste ich mich auch dem Bündner Sandro Kessler geschlagen geben. Die Konkurrenz war am Sonntag einfach stärker als ich.

Kurz nach der Zieleinfahrt war meine Enttäuschung riesig –  so gross war sie wohl noch nie. Ich dachte ans aufgeben, von der Lizenz über den Rennsport bis zum Biken!….

Mit einer anschliessenden ausführlichen Analyse fand ich die Antworten, weshalb ich zurzeit meine Leistung nicht mehr steigern kann. Seit zwei Monaten arbeite ich wieder 100%, was weniger Zeit zum Trainieren und wohl auch weniger Zeit zum Erholen bedeuten. – Das habe ich wohl einmal mehr unterschätzt.

In solchen Situationen ist mir mein Umfeld besonders wichtig, dafür bin ich dankbar. Begonnen bei meiner Freundin Manuela fürs betreuen und unterstützen, bei Fabian Neunstöcklin für die Trainingspläne und die mentale Unterstützung, natürlich bei Simon Ruchti von Mainstreet 42 fürs Material und nicht zuletzt bei allen Fans die mich unterstützt und angefeuert haben.

Nun fahre ich in Lumbrein noch den Lumnezia Bike Marathon und dann folgt das 24h Rennen in Schöz im 4-er Team.  Anschliessend beginnt unser Abenteuer in die USA. Wir freuen uns riesig darauf und natürlich versuche ich euch auf diesem Kanal weiter auf dem Laufenden zu halten.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+